Pflegeversicherung

Die private Pflegeversicherung – damit eine angemessene Pflege kein Luxus ist

Vielleicht können Sie sich dran erinnern: im Jahre 1995 erst wurde die gesetzliche Pflegeversicherung in Deutschland eingeführt, und schon nach knapp 16 Jahren reicht das Geld vorn und hinten nicht mehr aus. Experten gehen noch einen Schritt weiter und sind einstimmig der Meinung, dass sich diese Situation auch in Zukunft nicht verbessern wird. Es wird sogar noch dramatischer, denn bis zum Jahre 2030 soll sich die Anzahl der Pflegebedürftigen in Deutschland verdoppeln.

Gesetzliche Pflegeversicherung – die Tatsachen

Weiter mit den erschreckenden Tatsachen: nahezu jeder vierte Deutsche im Alter zwischen 70 und 80 ist heute schon pflegebedürftig. Da die Menschen immer älter werden, wird sich an diesen Zahlen nichts ändern. Tritt der Fall der Fälle ein ist guter Rat teuer, denn eine professionelle Pflege bekommt man nun mal nicht zum Discountpreis. Ein Pflegeplatz in einer angemessenen Einrichtung bei Pflegestufe III kann monatlich mit bis zu 3.500 Euro zu Buche schlagen. Davon trägt die gesetzliche Pflegeversicherung gerade einmal 1.688 Euro. Und der Rest? Ja, für den müssen Sie selbst aufkommen. Erst geht es an Ihre Rente, reicht diese aber nicht aus, dann sind Ihre Ersparnisse und Vermögenswerte dran, und wenn diese auch nicht ausreichen, dann wird Ihre Familie zur Kasse gebeten. Schlussendlich stellt das Sozialamt noch eine Anlaufstelle dar, oder Sie müssen sich von einem Familienmitglied zu Hause pflegen lassen. Was aber auch nicht gerade günstig ist, von der psychischen und körperlichen Belastung für den Pflegenden einmal ganz abgesehen.

Doch möchte man das wirklich? Möchte man seine Kinder oder Enkelkinder mit dieser finanziellen Belastung belegen? Möchte man seinen Kindern zumuten einen kranken, vielleicht sogar schwer kranken Menschen zu pflegen? Nein! Daher möchten wir Ihnen die private Pflegeversicherung ein wenig näher bringen, mit der Sie eine günstige Vorsorge für den Fall der Fälle schaffen.

Versorgungslücke mit einer privaten Pflegeversicherung schließen

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Mit unserem kostenlosen und unabhängigen Pflegeversicherung Vergleich können Sie individuell erfahren, wie hoch der monatliche Beitrag für eine private Pflegeversicherung wäre. Da wir ein unabhängiges Portal bieten, werden alle für Sie in Frage kommenden Versicherungsunternehmen in den Vergleich mit einbezogen. Suchen Sie sich einen günstigen Versicherer aus, der ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bietet.

Ein Expertentipp: achten Sie beim Vergleich der privaten Pflegeversicherung nicht nur auf die monatlichen Beiträge, sondern vor allem auf die Leistungen im Versicherungsfall. Berechnen Sie dafür Ihr Einkommen im Altern (Rente, Mieteinnahmen, u.ä.) und gehen Sie von einem Pflegebedarf von mindestens 3.500 Euro monatlich aus. Die hier entstandene finanzielle Lücke sollte durch die private Pflegeversicherung gedeckt sein.

Was ist eine private Pflegeversicherung?

Welche Vorteile hat eine private Pflegeversicherung?

Eine private Pflegezusatzversicherung bietet Versicherten eine Reihe von Vorteilen. Eine solche Absicherung trägt wirksam dazu bei, eine drohende Versorgungslücke aufgrund einer plötzlich eintretenden Pflegebedürftigkeit zu schließen, wenn die Leistungen aus der gesetzlichen bzw. der privaten Pflegepflichtversicherung nicht ausreichen. Lebensversicherer und natürlich auch Krankenversicherer bieten eine große Auswahl an Pflegetarife. Optionen wie Pflegetagegeld, Erstattung der Pflegekosten und Rentenzahlungen bilden dabei den Kern der möglichen Hilfen.

Dies sind die Vorteile der angebotenen Pflegezusatzversicherungstarife

  • Neu: Absicherung jetzt auch bei einer vorliegenden Demenzerkrankung.
  • Mögliche Nachversicherungsgarantie: Erhöhung bzw. Anpassungen der zuvor vereinbarten Leistungen ohne eine erneute Gesundheitsprüfung.
  • Der Versicherungsschutz kann flexibel an die vorhandene gesetzliche Absicherung angepasst werden.
  • Wirksamer Schutz von Versicherten und deren Angehörige vor finanziellen Nachteilen im Falle einer Pflegebedürftigkeit.
  • Staatliche Förderung (Pflege-Bahr) im Rahmen einer privaten Pflegetagegeldabsicherung.
  • Mit Altersvorsorge kombinierbar
  • Niedriger Einstiegsbetrag in jungen Jahren

Unter der Vielzahl der angebotenen Tarife kann für jeden Interessenten ein passendes individuelles Angebot, mit dem besten Preis- und Leistungsverhältnis ermittelt werden.

Warum ist die Vorsorge mit einer privaten Pflegeversicherung so wichtig?

Trotz der Reformierung der gesetzlichen Pflegeversicherung am 1.1.2017 und die damit verbundene Einteilungen in 5 Pflegegrade in Kombination mit zusätzlichen Leistungen, sind in vielen Fällen auch künftig im Ernstfall Finanzierungslücken zu erwarten. Das heißt konkret, dass im Falle einer Pflegebedürftigkeit auf direkt Betroffene und deren Angehörige enorme finanzielle Belastungen zu kommen.

Vor allem bei der Notwendigkeit einer stationären Pflege übersteigen die dafür anfallenden Kosten die Leistungen der Kassen erheblich. Die prekäre Lage wird deutlich bei einer genauen Betrachtung der Entwicklung der Pflegeheimkosten in den letzten Jahren. Diese betrugen je nach der noch im Jahre 2016 gültigen Pflegestufen zwischen 2.000 und 3.600 Euro monatlich. Diese Zahlen sprechen für sich und sollten ausreichend Grund bieten über eine private Pflegezusatzversicherung nachzudenken.

Welche Arten von privaten Pflegeversicherungen sind möglich?

Die soziale bzw. gesetzliche Pflegeversicherung weist zahlreiche Lücken auf. Mit einer privaten Pflegezusatzversicherung ergänzen diese fehlenden Komponenten oder reduzieren zumindest das finanzielle Risiko im Falle einer Pflegebedürftigkeit. Versicherte und deren Angehörige werden so entlastet. Dabei spielt es keine Rolle ob die jeweilige Person gesetzlich oder privat versichert ist. Eine private Pflegeversicherung wird immer auf freiwilliger Basis abgeschlossen. Um eine genau auf die Bedürfnisse der Versicherten abgestimmte Pflegezusatzversicherung zu finden, gibt es mehrere (3) Formen des Versicherungsschutzes.

Die Pflegetagegeldversicherung

Bei einer Pflegetagegeldversicherung wird ein festes Tagesgeld vereinbart. Dieses ist dann bei Eintritt einer Pflegebedürftigkeit regelmäßig fällig. Es ist nicht abhängig von den tatsächlich anfallenden Kosten, steht zur freien Verfügung und ist nicht zweckgebunden. Unter Umständen sind bei dieser Form staatliche Zuschüsse möglich. Die Bezeichnung lautet hierzu Pflege-Bahr.

Die Pflegekostenversicherung

Die Pflegekostenversicherung greift immer dann, wenn die Leistungen aus der gesetzlichen Pflegekasse nicht die tatsächlichen Kosten abdecken. Verbleibende Restbeträge werden dann je nach Gestaltung der privaten Vorsorge ganz oder teilweise übernommen.

Die Pflegerentenversicherung

Bei dieser Form der Pflegezusatzversicherung handelt sich im Grunde um eine besondere Art einer Rentenversicherung bzw. Lebensversicherung. Je nach der Höhe der vereinbarten Beiträge wird bei Eintritt einer Bedürftigkeit eine, je nach Schwere der festgestellten Bedürftigkeit, monatliche Rente gezahlt. Diese fällt meist gestaffelt aus.

 

Für wen lohnt sich eine private Pflegeversicherung?

Welches ist das richtige Einstiegsalter für die private Pflegeversicherung?

Mit der Möglichkeit plötzlich und auch schon in jungen Jahren pflegebedürftig zu werden setzten sich nur die wenigsten Menschen auseinander. Das kann fatale Folgen haben. Im Prinzip kann es jeden treffen. Eine schwere Erkrankung oder ein folgenreicher Unfall können sofort oder zu einem späteren Zeitpunkt die Notwendigkeit einer Pflege nach sich ziehen. Deshalb ist es sinnvoll so früh wie nur irgend möglich eine günstige private Pflegezusatzversicherung abzuschließen.

Diese Argumente sprechen für eine möglichst frühzeitige Vorsorge:

Private Anbieter mit Gesundheitsprüfung

Bei einer privaten Vorsorge müssen in der Regel Fragen zum Gesundheitszustand wahrheitsgemäß beantwortet werden. Bei jungen Menschen sind meist noch keine Vorerkrankungen vorhanden. Im Falle einer bestehenden gesundheitlichen Einschränkung lehnen private Versicherer den Antrag überwiegend ab. Die Person ist dann kaum noch versicherbar. Lediglich die staatliche geförderte Vorsorge Pflege-Bahr wäre noch als Mindestabsicherung denkbar.

Besonders günstige Einstiegsbeiträge in jungen Jahren

Umso früher der Einstieg in eine private Pflegezusatzversicherung erfolgt, desto günstiger sind die Beiträge auch auf die Dauer der Versicherungszeit. Private Anbieter bilden so genannte Altersrückstände aus den laufenden Sparanteilen und dessen Renditen. Diese sind zwar in Niedrigzinsphasen sehr gering, aber über eine lange Laufzeit gesehen, doch rentabel. Im Idealfall bleiben die laufenden Kosten auch im Alter stabil. Wird der Zeitpunkt eines frühen Beginns verpasst, wird der Beitrag von Jahr zu Jahr höher.

Woran erkennt man eine gute und leistungsfähige private Pflegeversicherung?

Inzwischen gibt es eine Vielzahl von verschieden ausgestalteten Pflegezusatzversicherungen. Normalerweise übernimmt die soziale Pflegeversicherung einen gewissen Anteil der im Falle einer häuslichen oder stationären Pflegebedürftigkeit anfallenden Kosten. Je nach ermittelten Pflegegrad fallen diese Erstattungen unterschiedlich hoch aus. Dies stellt die Basisversorgung dar und reicht meist bei Weitem nicht aus. Für darüber hinaus auflaufende Auslagen, kommt dann eine, wenn vorhandene, private Pflegezusatzversicherung auf.

Doch wie erkennt man eine gute und im besten Fall noch günstige Pflegezusatzversicherung? Für den Laien ist das mitunter nicht gerade einfach. Dennoch gibt es einige Kriterien anhand man Rückschlüsse auf die Leistungsfähigkeit einer solchen wichtigen Vorsorge schließen kann. Diese Vorgaben sollten vertraglich festgelegt sein:

  • Die private Pflegeversicherung ist so ausgelegt, das sie Leistungen der gesetzlichen Kasse je nach Pflegegrad aufstockt. Es darf keine Anrechnung auf schon bestehende Zahlungen geben.
  • Die häufig vorkommende Erkrankung Demenz ist im Leistungsspektrum inkludiert.
  • Es ist eine dynamische Anpassung der Beiträge vorgesehen. So werden Preissteigerungen bzw. die Inflation berücksichtigt.
  • Pflegebedürftigkeit, einer Arbeitsunfähigkeit und Arbeitslosigkeit führen zu einer Beitragsfreistellung.
  • Gutachten des Medizinischen Dienstes der jeweiligen Krankenkasse werden vorbehaltlos anerkannt.
  • Pflegezusatzversicherung leistet auch ohne dass die versicherte Person eine gesetzliche Krankversicherung besitzt.
  • Darüber hinaus wäre die Möglichkeit einer nachträglichen Erhöhung von Beitrag und Leistung sinnvoll. Diese Nachversicherungsgarantie wird bei einer steigenden Inflation und bei einer Bedarfsanpassung notwendig.
  • Zu einer günstigen und zugleich leistungsstarken privaten Pflegeversicherung gehört auch eine entsprechende kompetente Beratung in Verbindung mit einem unabhängigen Vergleich mehrerer Anbieter.

Was kostet eine private Pflegeversicherung?

Die private Pflegeversicherung bzw. Pflegezusatzversicherung versteht sich als Ergänzung der gesetzlichen Pflegeversicherung, die lediglich die Basisvorsorge bildet. Die Nachfrage nach den Kosten für eine zusätzliche private Vorsorge lässt sich nicht pauschal beantworten, da diese von vielen einzelnen Faktoren abhängig sind und auf den Wünschen und vor allem der persönlichen Verhältnisse jedes Einzelnen abgestimmt werden müssen.

Von welchen Hauptfaktoren hängt die Höhe des Beitrags ab?

Die Berechnung des monatlichen Beitrags wird vor allem durch das Eintrittsalter des Antragsstellers und nicht zuletzt durch die Höhe der Absicherung beeinflusst. Das Risiko bereits in jungen Jahren Pflege zu benötigen ist zwar allgegenwärtig, dennoch bei Weitem nicht so hoch als bei Menschen im fortgeschrittenen Alter. Niedriges Risiko ist gleichbedeutend mit niedrigem Beitrag. Ein wesentlicher Faktor ist auch die Höhe der Absicherung. Hier wird oft zwischen gering, mittel und hoch unterschieden. Hohe Leistungen heißt letztlich auch höherer Beitrag.

Grundsätzlich ist es jedoch möglich, dass ein junger Mensch im Alter von 20 Jahren mit einer mittleren Absicherung eine private Pflegezusatzversicherung bereits ab 10 Euro monatlich abschließen kann.
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