Die private Pflegeversicherung soll nun gefördert werden

veröffentlicht am 6. Juni 2012 in Aktuell, Allgemein von

Ein aktueller Beschluss des Bundeskabinetts hat eine staatliche Förderung der privaten Pflegeversicherung zum Inhalt. 60 Euro im Jahr pro Person soll diese betragen und es den Bürgern erleichtern, sich eine zusätzliche Pflegeversicherung zur Ergänzung der gesetzlichen leisten zu können.

Der Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) zeigte sich mit dem Beschluss des Bundeskabinett zufrieden: „Wir fördern die private Pflegevorsorge der Bürgerinnen und Bürger mit 60 Euro im Jahr. Diese Pflegevorsorge ist wichtig, weil die gesetzliche Pflegeversicherung immer nur einen Teil der Pflegekosten übernimmt. Eine private kapitalgedeckte Vorsorge ist deshalb eine notwendige und sinnvolle Ergänzung. Sie sorgt auch dafür, das die Pflegeversicherung demographiefest und stabil wird.“

Wie ist die Förderung der privaten Pflegeversicherung aufgebaut?

Die Förderung soll möglichst eine breite Masse der Bevölkerung erreichen. Deshalb wird sie all jenen zuteil, die gesetzlich pflegeversichert sind, unabhängig von ihrem Einkommen. Damit eine private zusätzliche Vorsorge förderfähig ist, muss sie bestimmten gesetzlichen Bedingungen entsprechen. Auch die Abschluss- und Verwaltungskosten dafür sollen begrenzt werden.

Verlangt wird, dass es sich bei der zusätzlichen Pflegeversicherung um eine sogenannte „Pflege-Tagegeld-Versicherung“ handelt. Auch sind Unter-und Obergrenzen bezüglich des Versicherungsschutzes festgelegt. Die untere Grenze bildet der gesetzliche Mindestbeitrag von 10 Euro. Die obere Grenze ist die doppelte Leistung der sozialen Pflegeversicherung.
Gibt es bezüglich der Förderung Besonderheiten zu beachten?

Es wurde zum Schutz der Versicherten festgelegt, dass die anbietende Versicherung keine gesundheitlichen Risiken für eine Ablehnung des Vertrages anführen darf. Auch darf es keine Zuschläge für ein erhöhtes Risiko geben und ebenso keine Leistungsausschlüsse. Zunächst müssen noch ein paar bürokratische Hürden übersprungen werden; dann soll das Gesetz jedoch ab dem 1.1.2013 in Kraft treten.

Bleiben Sie bezüglich dieser Neuerungen auf dem Laufenden und nutzen Sie gegebenenfalls die Hilfe des Staates bei der privaten Absicherung!


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