Ist die Pflegeversicherung für Jugendliche sinnvoll

veröffentlicht am 8. Juni 2013 in Aktuell, Allgemein von

Jugendliche, die gerade mit der Schule fertig sind und eine Berufsausbildung beginnen, machen sich in der Regel noch nicht viele Gedanken um eine Altersvorsorge. Die Rente und das „Alt sein“ sind noch viel zu weit weg. Hinzu kommt, dass die Ausbildungsvergütung nicht besonders hoch ist, sodass viele Auszubildende erst gar nicht auf die Idee kommen, das Geld in Versicherungen und damit u.a. auch in eine Pflegeversicherung zu stecken. Jedoch gibt es viele Gründe die dafür sprechen, so früh wie möglich eine Vorsorge für das Alter und den Pflegefall zu treffen, vor allem auch weil die private Pflegeversicherung wesentlich günstiger ist, als viele meinen.

Gesetzliche Pflegeversicherung für Jugendliche

Zunächst sollte man wissen, dass jeder Arbeitnehmer verpflichtet ist, in die gesetzliche Pflegeversicherung einzuzahlen. Auch Personen, die privat krankenversichert sind, gehören dazu. Kinder und Jugendliche sind kostenfrei in der privaten Pflegeversicherung mitversichert und das bis zum 21. Lebensjahr. Allerdings ist dies nur dann der Fall, wenn sie keine eigenen Einkünfte beispielsweise aus Zinsen, Mieten oder Renten von mehr als 375 EUR haben. Zudem dürfen die Jugendlichen keine Beschäftigungen mit einem Einkommen von mehr als 400 EUR ausüben. Studenten, die immatrikuliert sind, sind sogar bis zu ihrem 25. Lebensjahr kostenfrei mitversichert, aber nur, wenn die genannten Einkommensgrenzen nicht überschritten werden. Damit ist für junge Menschen in jedem Fall schon mal eine Grundsicherung gegeben. Wie aber jeder weiß, reichen die Zahlungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung nicht aus, sollte es wirklich zu einem Pflegefall kommen. Da gerade Jugendliche kein oder nur ein sehr geringes eigenes Einkommen haben, hilft die private Pflegeversicherung dabei, finanzielle Lücken zu schließen. Denn eines wird häufig vergessen: pflegebedürftig kann man nicht nur im hohen Alter werden. Unfälle oder schwere Erkrankungen können ebenso dazu führen, dass man bereits in jungen Jahren auf fremde Hilfe angewiesen ist.
Gute Gründe für den frühzeitigen Abschluss einer privaten Pflegeversicherung

Der frühzeitige Abschluss einer privaten Pflegeversicherung bietet sich an, da Jugendliche eben noch nicht über ein hohes, regelmäßiges Einkommen verfügen und damit im Pflegefall finanziell nicht zurechtkommen. Die private Pflegeversicherung schließt die finanziellen Lücken und das von Anfang an.

Ein weiterer guter Grund, der für eine Pflegeversicherung für Jugendliche spricht ist, dass sie auch staatlich gefördert wird. Durch die sog. „Pflege-Bahr“ kommen auch junge Menschen in den Genuss von staatlichen Förderungen für den Abschluss einer privaten Pflegeversicherung, sodass selbst mit einem geringen eigenen Beitrag ein hoher Schutz geschaffen werden kann.

Eine umfassende finanzielle Sicherheit kann schon mit geringen Beiträgen geschaffen werden, sodass Jugendliche schon mit 10 Euro im Monat eine private Pflegeversicherung abschließen können.
Vergleichen, Vergleichen, Vergleichen

Es gibt inzwischen sehr viele Anbieter der privaten Pflegeversicherung, sodass der Vergleich der Konditionen ein absolutes Muss ist. Aber gerade junge Menschen sollten die Details der Angebote miteinander vergleichen, denn die Leistungen der Gesellschaften gehen sehr weit auseinander. Es kann damit sehr gut sein, dass man mit einem geringeren Beitrag bei einer Gesellschaft mehr Leistungen erwarten kann, als mit einem höheren Beitrag bei einer anderen Gesellschaft. Es gibt durchaus Angebote, die bei 5 Euro monatlicher Beitrag liegen. Für die staatliche Förderung allerdings muss man mindestens zehn Euro monatlich selbst in die private Pflegeversicherung einzahlen.

Es wird also deutlich, dass eine private Pflegeversicherung nicht viel kostet, aber einen hohen finanziellen Schutz bietet. Damit ist die Eingangsfrage mit einem deutlichen „ja“ zu beantworten.


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