Private Pflegeversicherung – das sollten Sie wissen

veröffentlicht am 31. Mai 2013 in Aktuell, Allgemein von

Die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland steigt immer weiter an, sodass die gesetzliche Pflegeversicherung in Zukunft nicht mehr in der Lage ist, die damit verbundenen Kosten zu decken. Umso wichtiger wird es für Privatpersonen, sich mit der privaten Pflegeversicherung zu beschäftigen. Wir haben für Sie die wichtigsten Punkte im Zusammenhang mit der privaten Pflegeversicherung zusammengefasst.
Staatliche Förderung der privaten Pflegeversicherung

Inzwischen wird die private Pflegeversicherung vom Staat gefördert. Im Detail bedeutet dies, dass Sie, sofern Sie eine Versicherung bei einem zertifizierten Pflegeversicherer abschließen, einen Zuschuss von 5 Euro im Monat erhalten. Genannt wird diese Pflegeversicherung „Pflege-Bahr“.
Minimale gesetzliche Leistungen der Pflegeversicherung

Wie viel Leistungen Pflegebedürftige von der gesetzlichen Pflegeversicherung erhalten hängt von der Pflegestufe ab. Die Höhe des Pflegegelds und der Sachleistungen ist daher in mehrere Stufen unterteilt. In der Pflegestufe I ist ein Pflegegeld in Höhe von bis zu 235 Euro, in Pflegestufe II bis zu 440 Euro und in Pflegestufe III bis zu 700 Euro vorgesehen. Ist Fachpersonal für die Pflege erforderlich, gibt es in Pflegestufe I bis zu 450 Euro, in Pflegestufe 2 bis zu 1.100 Euro und für die Pflegestufe 3 bis zu 1.550 Euro. Daneben gibt es in besonderen Härtefällen Leistungen von 1.918 Euro. Muss der zu Pflegende in einem Heim untergebracht werden, gibt es in der Pflegestufe 1 einen Zuschuss von bis zu 1.053 Euro. Gedeckt werden aber immer nur die Kosten für die medizinische und pflegerische Versorgung. Weitere Kosten, z.B. für die Unterkunft müssen aus der eigenen Tasche bezahlt werden. Reicht dann das Einkommen des Pflegebedürftigen nicht aus, müssen unter bestimmten Umständen die Kinder für die Differenz aufkommen.

In den meisten Fällen ergeben sich Finanzierungslücken. Hinzu kommt, dass man ja ungern seinen Angehörigen auf der Tasche liegen möchte. Diese Lücken können mit der privaten Pflegeversicherung geschlossen werden.
Unisextarife seit 2013

Seit Anfang 2013 gibt es die sog. „Unisextarife“, d.h. Versicherungen dürfen keine geschlechtsabhängigen Unterschiede im Bezug auf die Beiträge machen. Daraus ergab sich die Tatsache, dass Frauen ab jetzt weniger für die Versicherung bezahlen, die Männer hingegen ein bißchen mehr. Das gilt im übrigen nicht nur für die private Pflegeversicherung, sondern für fast alle Personenversicherungen.
Unser Fazit

Ein Pflegeplatz in einem menschenwürdigen Pflegeheim kann schnell zwischen 3.000 und 5.000 Euro im Monat kosten. Überlegen Sie genau, mit welchen Mitteln Sie diese Kosten decken könnten. Reicht das eigene Einkommen nicht aus, ist eine private Pflegeversicherung sehr sinnvoll, gerade auch im Hinblick auf die neue staatliche Förderung.


Kommentar schreiben


Noch keine Kommentare