Private Pflegeversicherung – kaum einer hat sie, aber jeder sollte Sie haben

veröffentlicht am 22. Februar 2012 in Aktuell, Allgemein von

Das mit der privaten Pflegeversicherung ist schon komisch. Kaum einer in Deutschland hat eine private Pflegeversicherung, aber jeder sollte eine haben. Die Hintergründe werden unter anderem in diesem Beitrag nochmals dargelegt.

Oder denken Sie, dass die Leistung der gesetzlichen Pflegeversicherung ausreichend ist? Nein? Gut, denn so sehen das die meisten Bürger in Deutschland. Was verwunderlich ist, dass trotz dieser Erkenntnis der Anteil der Deutschen, die eine private Pflegeversicherung haben, verschwindend gering ist. Es kann vermutet werden, dass die Hemmschwelle sich mit dem eigenen Verfall zu beschäftigen, einfach zu hoch ist. Gut wäre es aber, wenn die nötigen Vorkehrungen getroffen würden!
Private Pflegeversicherung – es besteht Handlungsbedarf zur Absicherung

Wenn man die aktuellen Statistiken zum Thema der Pflege vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung (zunehmende Vergreisung) beachtet, dann wir der Handlungsbedarf hin zur ergänzenden privaten Pflegevorsorge mehr als deutlich.

Mit geschätzten 10 Millionen über 80 jährige im Jahr 2050 wird sich die Zahl dieser Altersgruppe rund verdreifachen. Die Anzahl der Pflegebedürftige wird sich im gleichen Zeitraum entsprechend entwickeln. Nach einer Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend  benötigt in der Altersgruppe zwischen 75 und 79 Jahre jeder elfte Pflegeleistungen. In der Altersgruppe 85+ wird sogar jeder Dritte zum Pflegefall. Nebenbei: aktuell sind allein in Deutschland 2,42 Millionen Menschen pflegebedürftig – und die Entwicklung zeigt eine steigende Tendenz!

Die demographische Entwicklung in Deutschland macht bereits offensichtlich, dass es in diesem Bereich zu einer steigenden Leistungsnachfrage kommen wird. Eine Leistungsnachfrage, die von der gesetzlichen Pflegeversicherung sicher nicht komplett kompensiert werden kann, die diese über ein Umlageverfahren finanziert wird. Reformen um die Pflegeversicherung zu modernisieren sind längst geplant, jedoch scheitert der Umbau noch an diversen Themen, wie z.B. auch der Finanzierung. Eine Verpflichtung zum Abschluss einer private Pflegeversicherung, wie es aus dem Bereich der Kfz-Versicherung bekannt ist, wird nicht mehr gänzlich ausgeschlossen.
Warum eine private Pflegeversicherung wichtig ist

Wer sich etwas mit den Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung beschäftigt, der wird sehr schnell feststellen, dass diese absolut nicht ausreichend sind, die anfallenden Kosten zu decken. Die Kosten einer stationären Pflege in der Pflegestufe 3 liegen bei rund 2.766 EUR/Monat (gem. Angaben des statistischen Bundesamtes, Pflegestatistik 2007 und Statistik der Sozialhilfe 2007). Lediglich 1.550 EUR/Monat davon übernimmt seit dem 1.1.2012 die Pflichtversicherung. Offen bleibt eine Lücke von 1.216 EUR im Monat, die von den Verbrauchern selbst zu tragen sind. Die Lücke wird in Zukunft sicher noch deutlich größer, was allein schon aufgrund der steigenden Pflegenachfrage geschuldet ist. Die Finanzierungslücke innerhalb der gesetzliche Pflegeversicherung aufgrund des Umlageverfahrens noch ganz außer Acht gelassen.
Wie kommt es zur Kluft zwischen der Leistung der gesetzlichen Pflegeversicherung und den tatsächlichen Pflegekosten?

Bei der gesetzlichen Pflegeversicherung wird der Grad der Pflegebedürftigkeit über einen Zeitbedarf gemessen. Braucht ein Kunde z.B. für die Verrichtung der Körperhygiene min. 90 Minuten pro Tag, ist er in der Pflegestufe 1 eingestuft. Die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung liegen bei 235 EUR im Monat.

Der tatsächliche Aufwand, den der Kunde zu tragen hat, wird aber vom privaten Pflegedienst festgesetzt. Weicht also der tatsächliche Pflegeaufwand (erheblich) vom Planaufwand ab, wird es teuer. Daher klafft bereits ein Pflegekostenrisiko, da die Abrechnungsmethoden zwischen der Pflegepflichtversicherung und den Leistungsträgern nicht deckungsgleich sind.
Wer kommt für die Deckungslücke auf, wenn diese die Betroffenen nicht selbst schließen können?

Normaler Weise haften Eltern für Ihre Kinder. Doch haften auch Kinder für Ihre Eltern? Nach den Vorschriften aus §1601 BGB sind Verwandte „in der geraden Linie“ zum Unterhalt ihrer Eltern verpflichtet, wenn die eigenen Verhältnisse (elterliche Rente, zusätzliche Zinseinnahmen/Mieteinahmen, …) die Kosten der Pflege nicht decken. Daher hier ein deutliches: Ja, Kinder können dazu verpflichtet werden zu zahlen. Doch bevor die Kinder für Ihre Eltern zahlen müssen, wird zuvor das vorhandene Vermögen des Pflegebedürftigen aufgezehrt.
Gründe, warum Sie ein private Pflegeversicherung haben sollten!

Wie Sie gesehen haben, gibt es ernsthafte Gründe sich mit dem Thema der private Pflegeversicherung zu beschäftigen. Hier nochmals kurz und knapp die wesentlichen Punkte:

Einsatz der Pflegeversicherung vor dem Hintergrund des Vermögensschutzes
Schutz der Kinder vor den Unterhaltsverpflichtungen
Sicherstellung, dass man im Fall einer Hilfsbedürftigkeit eine bestmöglichste Versorgung und Unterstützung erhält

Fordern Sie jetzt ein GRATIS-Angebot für eine private Pflegeversicherung an.
Hier: Pflegeversicherung Vergleich (Klick)


Kommentar schreiben


Noch keine Kommentare